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altes Kinderheim für schwer erziehbare Kinder

Gepostet am Okt 18, 2014 von | Keine Kommentare

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Informationen zum Anwesen

In einem meiner letzten Beiträge hatte ich ja schon Fotos eines Lost Place gezeigt. Diesmal zog es mich zurück in meine alte Heimat, nach Sachsen, wo ich zusammen mit einem anderen Urbexer einen Ausflug zu einem alten Kinderheim machte. Dieses Kinderheim hat eine lange Geschichte. Bei der Recherche danach bin ich auf eine Internetseite gekommen, die alles wundervoll zusammengetragen hat. Deswegen hier nur ein paar Ausschnitte davon und dem interessierten Leser empfehle ich einen Blick dort hin, um alles zu erfahren.

Das Königreich Sachsen erwarb nun das Gut und wandelte 1824 in ein Landeswaisenhaus um. Später wurde es ausgebaut und zur Korrektionsanstalt für kriminelle Kinder. Die Aufseher trugen Uniformen und bei Entweichen eines Zöglings wurde eine alte Kanone abgefeuert, um die Flucht anzuzeigen. Von nun an bestimmte die Anstalt das Leben und die Entwicklung des Dorfes und ein dritter Dorfteil, das Heimgelände, entstand abseits der bestehenden Dorfkerne in enger Verbindung zum Rittergut.

Nach dem Ersten Weltkrieg wandelte sich der Charakter der Anstalt hin zur Fürsorge und Erziehungsanstalt für Kinder, bis sie 1933 zur Korrektionsanstalt für „asoziale und arbeitsunwillige“ Erwachsene wurde, wobei man in Ver- und Bewahrte unterschied.

1945 wurde die Anstalt zum Jugendwerkhof, ab 1960, bis zur politischen Wende 1989, zum Spezialkinderheim für schwererziehbare Kinder.

Der Betrieb wurde nach letzten Informationen gegen 2000 eingestellt. Es sollte zum einem Kongresszentrum umgebaut werden, was bis heute nicht geschah.

Hier der Link zur Seite mit den Informationen: thelostplaces.blogspot.de Dort gibt es auch ein Video zu sehen!

Meine Eindrücke

Vor Ort beschleicht einen, wie bei einigen Lost Places, schnell ein mulmiges Gefühl. Die Anlage ist sehr groß, vor einigen Gebäuden liegen umgefallene, alte Bäume. Einige Gebäude gehen über mehrere Etagen und sind riesig groß. Was in den Räumen war, kann man nicht mehr erkennen, da alles ausgeräumt ist. Einzig die Waschräume und Toilettenräume sind noch zu identifizieren. In einem Zimmer ist noch die Weihnachtsdekoration an die Fenster gemalt, in einem anderen ist ein Holzaufbau noch vollständig erhalten – der Raum könnte eine Art Gemeinschaftsraum gewesen sein. Gänsehaut hat meinen Rücken erfasst, als wir im Keller eines Hauses waren. Kein Licht, Tropfgeräusche, Spinnen, keine gute Kombination. In diesem Raum fanden wir einige alte Metallbetten vor, die dort sicherlich nicht erst nach 2000 aufgestellt wurden. Natürlich ist es reine Spekulation von mir, aber der Raum scheint ein Schlafraum gewesen zu sein für die Kinder die nicht nach der Pfeife der Erzieher getanzt haben. Schrecklicher Gedanke.

So, für meine Verhältnisse mal wieder genug geschrieben, hier sind die Bilder:

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